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Kon'nichiwa Tokio!

Tokio ist eine unglaublich große und spannende Stadt, in welcher es extrem viel zu erleben gibt. Ich fasse euch gerne meine Erlebnisse zusammen.



Besuch des Kaiserpalasts

Der Kaiserpalast liegt im Stadtteil Chiyoda im Zentrum Tokios. Nach der Zerstörung des ursprünglichen Gebäudes im 2. Weltkrieg wurde es bis 1968 wieder neu aufgebaut. An manchen Wochentagen ist der Zugang zu einem Teil der Gärten möglich. Ansonsten darf man das Areal nicht betreten, denn es wird von der kaiserlichen Palastpolizei streng überwacht.


Der Park rund um das Areal herum ist auch sehr schön und somit jedenfalls einen Besuch wert.


Durch den Hibiya Park spazieren

Dieser Park ist ganz in der Nähe des Kaiserpalasts, daher bietet es sich an diese beiden Sehenswürdigkeiten von der Planung her miteinander zu kombinieren. Der Park ist sehr schön gestaltet. In der Mitte ist ein Teich mit großen Kois und es gibt verschiedene kleine Wegen welche man erkunden kann. Dadurch verteilen sich die Besucher gut und der Park fühlt sich nicht überfüllt an.


Hier kann man sich auch gut einen Platz für eine kurze Pause und einen Kaffee suchen. 😊


Den Ausblick vom Metropolitan Government Building genießen

Du willst einen super Ausblick auf die Stadt, aber nichts dafür bezahlen? Dann bist du beim Metropolitan Government Building genau richtig! Nach einer kurzen Taschen-Sicherheitskontrolle darfst du auch schon in den Aufzug steigen und ganz hinauf in den 45. Stock fahren, um die Aussicht zu genießen. Dort oben angekommen hat man von allen Seiten einen Blick auf die Stadt. Was mir besonders gut gefallen hat, waren die Tafeln an jeder Seite des Gebäudes, welche die Skyline, welche man sieht, nochmal gezeigt haben inkl. QR-Codes bei einzelnen Gebäuden. Diese QR-Codes konnte man scannen und hat so direkt erfahren können welches Gebäude man sieht und wofür es genutzt wird.


In diesem riesengroßen Raum befindet sich außerdem noch ein Souvenirshop (mit wirklich schönen Mitbringsel) und ein Klavier. Das Klavier ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Jeder Besucher, der möchte, kann hier vor Publikum spielen. Ich würde den Besuch dieses Gebäudes gleich am Anfang einer Tokio-Reise empfehlen. Es ist eine super Chance einmal einen Überblick über die Stadt zu bekommen und möglicherweise auch einzelne Spots zu entdecken die das eigene Interesse wecken und man somit gleich weitere Pläne für die eigene Stadtbesichtigung schmieden kann.


Eine Ausstellung im U-Forum Museum besuchen

In meinem Hostel habe ich eine Frau kennengelernt, welche aktuell noch bis Ende Oktober 2023 eine Ausstellung im U-Forum Museum in Tokio hat. Das U-Forum Museum ist ein sehr kleines unscheinbares Museum in einer Wohngegend ungefähr 50 Minuten außerhalb der Innenstadt.


Die aktuelle Ausstellung besteht vor allem aus Fotografien. Zwei Frauen teilen sich den Ausstellungsraum mit ihren Werken. Jene Frau, welche ich im Hostel kennengelernt habe, zeigt Fotografien über die Auswirkungen der Atomkatastrophen in Japan wie zum Beispiel Hiroshima. Des Weiteren hat sie in New York die COVID-Zeit und vor allem die einhergehenden Proteste festgehalten.


Die andere Frau hat Bilder von Überlebenden der 9/11 Katastrophe gezeigt. Neben den Bildern hatte sie auch Videos, welche diese Personen zeigt, wie sie ihre Emotionen wie beispielsweise Trauer oder Angst ausdrücken – es war ein Gänsehautgefühl das beobachten zu dürfen.


Wir bekamen zu jedem Teil der Ausstellung eine englisch geführte Tour. Die Fotos und Videos waren an sich schon beeindruckend, aber noch einmal aus erster Hand die Infos zu Hintergründen der Bilder zu bekommen, war unglaublich spannend.


Also falls es irgendjemanden gibt der das liest und ganz zufällig bis Ende Oktober noch nach Tokio kommt – bitte geht ins U-Forum Museum.


Den Meiji-Schrein und das kaiserliche Teehaus erkunden

Einer der Fixpunkte, wenn man in Tokio ist, ist ein Besuch des Meiji-Schreins. Dieser Shinto-Schrein liegt in Shibuya und ist den Seelen des Meiji-tennō und seiner Frau Shōken-kōtaigo gewidmet. An ihren Todestagen gibt es zu ihren Ehren spezielle Zeremonien. Ein weiteres wichtiges Fest ist am Geburtstag des Meiji-tennō – es ist eine mehrtägige Feier mit Programm wie Tänzen, Kundenausstellungen und Gesang.


Der Schrein liegt mitten in einem wunderschönen Park, den man erkunden kann. Der Park ist sehr weitläufig und lädt zum Verweilen ein. Es gibt einen Bereich des Parks, für welchen man extra Eintritt zahlen muss, aber welchen ich jedenfalls für einen Besuch empfehlen würde – das ist jener Teil, in welchem sich auch das kaiserliche Teehaus befindet.


Der Park rund um das Teehaus ist wunderschön, die Bäume, die Blumen und ein Teich mit zahlreichen Seerosen – ich hätte hier einen ganzen Nachmittag verbringen können. Also wenn ihr Zeit habt– an diesem Ort ist die Zeit gut investiert.


Eine Japanisch-Stunde nehmen

Mein Hostel in Tokio (welches ich dann auch zu meiner Ho(s)telempfehlung hinzufüge) hatte wöchentlich das Angebot eines „Japanese Cafe“. Warum es so heißt, weiß ich nicht, es gab Grüntee zu trinken. Aber eigentlich ist das auch nicht wichtig. Jedenfalls ging es darum, dass die Mitarbeiter des Hostels den Gästen etwas Japanisch beigebracht haben.


Es war lustig, schwierig und spannend zugleich – jedenfalls eine tolle Erfahrung und auch eine gute Gelegenheit um als Alleinreisende unter Leute zu kommen.


Weitere Aktivitäten, die ich in Tokio oder von Tokio aus gemacht habe zu denen ich noch mehr schreiben möchte, kommen dann in Folgeartikeln. 😊


Ho(s)telempfehlung

Ich kann euch das Hostel Wild Cherry Blossom im Stadtteil Koganei wärmstens empfehlen. Es liegt zwar etwas außerhalb der Innenstadt, ist aber mit dem Zug gut erreichbar und ich mochte es nach einem Tag unter vielen Menschen wieder etwas Ruhe zu genießen. Was das Hostel besonders ausgemacht hat, war die Freundlichkeit und Herzlichkeit der Mitarbeiter. Es war eine super Stimmung dort und ich habe es genossen im Aufenthaltsraum zu sitzen und mit den Mitarbeitern oder anderen Gästen zu Plaudern. Man hat dort auch eine voll ausgestattete Küche – also alles da, was man braucht. Um zu untermauern, wie gut es mir dort gefallen hat – ich habe von geplanten 3 Nächten auf insgesamt 7 Nächte verlängert! 😊


Ich muss sagen, dass Tokio anders ist als ich es mir vorgestellt hatte. In meinen Vorstellungen war es ähnlich voll wie New York – einfach überall Menschenmassen, laut und viel Gedränge. Natürlich gibt es in Tokio auch sehr gut besuchte Ecken, doch gefühlt läuft trotzdem immer alles sehr geordnet und ruhig ab. Hier stellt sich Jeder in einer Reihe an, wenn man auf etwas wartet, und niemand drängt sich vor oder schubst einen in Menschenmengen. Zusätzlich ist es sehr ruhig – in öffentlichen Verkehrsmitteln ist es beispielsweise verboten zu telefonieren bzw. man wird angehalten generell sein Handy auf lautlos zu drehen. Also ich bin positiv überrascht. 😊


Ich hoffe ich konnte euch einen guten ersten Einblick zu Tokio geben bzw. falls ihr Tokio noch nicht kennt, dass ihr Lust bekommen habt diese abwechslungsreiche Stadt zu besuchen.


68 Ansichten5 Kommentare

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5 Comments


Du weckst bei einem so richtig die Reiselust! ☺️😎

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JW
JW
Nov 15, 2023
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Das ist das Ziel :)

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Liebe Julia, wie immer ein ganz wunderbarer, spannender Bericht. Erstaunlich was du alles erlebst und unternimmst. Ich finde es ebenfalls beachtlich🌝 wie toll du deine Reisen planst und organisierst. Ich freue mich schon auf deine anderen Berichte über Japan. Herzliche Grüße🌞

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Guest
Oct 28, 2023

Liebe Julia! Ich muss dir heute unbedingt zu deinen wunderbaren und aufschlussreichen berichten danken!, wir lesen deine Berichte jeden Tag 7nd haben so schon einiges von deinen Abenteuern miterlebt. Es ist erstaunlich wie gut du dich in diesen fernen Ländern zurecht findest!, wie gut dass du sicher toll englisch sprichst. Wir freuen uns schon sehr wie es dir weiter geht und was du wieder erleben kannst! Viele liebeGrüsse von Gerti und Ernst🥰😎🤗

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JW
JW
Jan 28
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Hallo Gerti & Ernst, ich freue mich dass ihr mit Interesse meine Beiträge verfolgt. Und ich bin gespannt welche Länder ihr aufgrund der Beiträge besonders spannend findet. ☺️ Alles Liebe, Julia

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