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Der berühmte Cradle Mountain Nationalpark

Wenn man Tasmanien besucht, dann ist der Cradle Mountain Nationalpark einer der Must-See-Plätze.




Die Gründung ist auf den Österreicher Gustav Weindorfer zurückzuführen. Er wanderte im Jahr 1899 nach Australien aus. Dort arbeitete er zuerst in Melbourne und verbrachte seine Freizeit als Bergsteiger und Botaniker. Im Jahr 1906 zog er mit seiner Frau nach Tasmanien. Dort kauften sie im Jahr 1910 in der Nähe von Devonport einige Hektar Land und bewirtschafteten diese. Im Jahr 1909 bestieg er zum ersten Mal den Cradle Mountain und war von der Natur dort so beeindruckt, dass es ihm ein Anliegen war diesen Ort für mehr Interessierte zugänglich machen zu wollen.


Er initiierte den Bau einer Straße zum Cradle Mountain und baute im Jahr 1912 das Resort Waldheim welches eine Übernachtungsmöglichkeit für bis zu 24 Personen schaffte. Die Zimmer dieses Resorts wurden aus der heimischen Schuppenfichte gebaut und aufgrund der damals unzureichenden Straßenanbindung (via Pferdewagen) trug Weindorfer Teile der Materialien selbstständig zu der Baustelle. Das Resort Waldheim existiert nach wie vor und bietet auch heute noch Urlaubern Übernachtungsmöglichkeiten. Im Jahr 1922 wurde das Gebiet offiziell zum Nationalpark erklärt.


Der Nationalpark hat eine Größe von 1612 km² und beherbergt den höchsten Berg Tasmaniens, den 1617 m hohen Mount Ossa.


Von Devonport aus haben wir uns mit dem Auto auf dem Weg zum Visitor Center des Nationalparks gemacht. Dort wurden wir mit Übersichtskarten über den Nationalpark versorgt sowie Tipps zu den unterschiedlichen Wanderwegen.

 

Um ins Innere des Nationalparks zu kommen, muss man sich mit dem Shuttlebus-System fortbewegen. Wenn man einen Nationalpark-Pass besitzt, dann ist der Shuttlebus preislich bereits inkludiert. Dieser Bus hatte verschiedene Halte-Optionen und ist ungefähr im 20-Minuten-Takt gefahren. Also war der Bus für uns eine super Fortbewegungsmöglichkeit.


Wir haben uns dann für die Dove-Lake Wanderung entschieden, bei welcher man den Dove-Lake einmal umrundet. Die Wanderung ist Großteils sehr flach und man hat tolle Aussichten auf den See und die wunderschöne Natur, welche diesen umgibt.





Nach der Umrundung des Dove Lake sind wir noch weiter über den „Lake Lilla Track“ nach Waldheim und Ronny Creek spaziert. Auf diesem Weg haben wir zum ersten Mal auch Wombats gesehen.






Ein weiteres Highlight dieses Tages war für mich bei Waldheim durch einen wunderschönen moosbewachsenen Wald zu spazieren - wie ein Märchenwald.



Von Ronny Creek aus sind wir dann mit dem Shuttlebus die Richtung zurück in Richtung Visitor Center gefahren. Eine Haltestelle vor dem Visitor Center sind wir dann nochmal ausgestiegen und haben einen kurzen Wasserfall-Spaziergang zu den Pencil-Pine Falls und den Knyvet-Falls gemacht.



Dieser kurze Spaziergang war der perfekte Abschluss dieses Nationalpark-Besuchs.


Ich habe den Nationalpark-Besuch sehr genossen. Wenn man mehr Zeit hat, würde ich empfehlen dort zu übernachten damit man 2 ganze Tage hat um diesen Nationalpark zu erkunden - ich hätte gerne noch weitere Wanderwege erkundet! :)



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3 Comments


Ich danke dir, dass du uns auch immer Hintergrundinformationen über die Geschichte des Landes gibst. Man hat dadurch wesentlich mehr davon als wenn man sich nur die wunderschönen Bilder anschaut.

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JW
JW
Jan 27
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Ja es macht auch Spaß zu recherchieren. Und spannend dass in diesem Fall ein Österreicher maßgeblich an der Entwicklung dieses Nationalparks beteiligt war.

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Guest
Dec 31, 2023

ja das war eine sehr schöne Wanderung!

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